Elektronische Rechnung

Aktualisiert am 4. September 2026 von T. Piereck

Definition, Vorteile & Formate

Ab 2025 werden elektronische Rechnungen für immer mehr Unternehmen zur Pflicht. Doch was genau ist eine E-Rechnung, wie unterscheidet sie sich von Papier- oder PDF-Rechnungen und welche Formate müssen Unternehmen kennen?
Dieser Beitrag liefert einen kompakten Überblick über die rechtlichen Grundlagen, Vorteile und praktischen Anwendungen der elektronischen Rechnung.

info-zu-pida-fakturaInhaltsangabe
Was ist eine elektronische Rechnung?Formate der elektronischen Rechnung
Warum wird die E-Rechnung Pflicht?Was ändert sich für Unternehmen ab 2025?
Welche Vorteile bietet die elektronische Rechnung?So bereiten Sie sich auf die E-Rechnung vor
Kurz und Knapp

Was ist eine elektronische Rechnung?

Die elektronische Rechnung
Elektronische Rechnung

Eine elektronische Rechnung (E-Rechnung) ist eine Rechnung, die in einem strukturierten, maschinenlesbaren Format erstellt und übermittelt wird. Anders als eine PDF-Datei enthält sie nicht nur eine grafische Darstellung, sondern standardisierte Daten (z. B. XML), die von Buchhaltungs- und ERP-Systemen automatisch verarbeitet werden können.

 
Warum wird die E-Rechnung Pflicht?

Seit dem 1. Januar 2025 müssen Unternehmen in Deutschland grundsätzlich in der Lage sein, E-Rechnungen zu empfangen. Für die Ausstellung von E-Rechnungen gelten gesetzliche Übergangsregelungen.
Ziel der EU-Richtlinie und des deutschen Wachstumschancengesetzes ist es, den Rechnungsprozess zu digitalisieren, Mehrwertsteuerbetrug zu verhindern und den Verwaltungsaufwand zu reduzieren.

In unserem Beitrag E-Rechnung Pflicht 2025–2028: Gesetz, Fristen & Ausnahmen erfahren Sie alle wichtigen Details.

Welche Vorteile bietet die elektronische Rechnung?

  • Zeit und Kosten sparen
    Keine Papier-, Druck- oder Portokosten mehr. E-Rechnungen lassen sich in Sekunden versenden und automatisch verarbeiten.
  • Fehler reduzieren
    Durch standardisierte Datenformate entfallen manuelle Übertragungsfehler – Rechnungsdaten gelangen direkt in die Buchhaltung.
  • Rechtssicher und GoBD-konform
    E-Rechnungen erfüllen gesetzliche Vorgaben zur Nachvollziehbarkeit und Archivierung nach GoBD.
  • Umweltfreundlich
    Weniger Papierverbrauch und Transportwege – ein positiver Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Formate der elektronischen Rechnung

In Deutschland sind zwei Formate besonders wichtig:

XRechnung

Ein XML-basiertes Format, das für Rechnungen an Behörden verpflichtend ist. Es ermöglicht den standardisierten Datenaustausch zwischen Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen.

Mehr dazu im Beitrag „XRechnung erstellen – Anleitung & Format erklärt“.

ZUGFeRD

Ein Hybridformat, das eine visuelle PDF-Darstellung mit eingebetteten XML-Daten kombiniert. Ideal für den Datenaustausch zwischen Unternehmen.

Was ändert sich für Unternehmen ab 2025?

  • Für die Ausstellung von E-Rechnungen im inländischen B2B-Bereich gelten Übergangsregelungen. Ab 2027 greifen je nach Vorjahresumsatz unterschiedliche Regelungen; ab 2028 ist die E-Rechnung grundsätzlich für alle ausstellungspflichtigen Unternehmen verpflichtend.
  • Der Empfang von E-Rechnungen wird Pflicht – Unternehmen müssen in der Lage sein, sie anzunehmen und zu verarbeiten.

So bereiten Sie sich auf die E-Rechnung vor

  1. Prüfen Sie Ihre Software – unterstützt sie E-Rechnungsformate (XRechnung, ZUGFeRD)?
  2. Schulen Sie Ihr Team – Erläutern Sie den Unterschied zwischen PDF und echter E-Rechnung.
  3. Stellen Sie Ihre Prozesse um – prüfen Sie insbesondere die Anforderungen an die Aufbewahrung und Archivierung von E-Rechnungen.
    Wenn Sie wissen möchten, wie Sie E-Rechnungen in wenigen Minuten erstellen, lesen Sie unseren Praxisartikel „E-Rechnung schnell erstellen in 4 Schritten“
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Kurz und Knapp:

Die E-Rechnung ist der neue Standard für den elektronischen Rechnungsaustausch zwischen Unternehmen. Seit dem 1. Januar 2025 müssen Unternehmen E-Rechnungen empfangen können. Für die Ausstellung gelten Übergangsregelungen bis 2027; ab 2028 ist die E-Rechnung im inländischen B2B-Bereich grundsätzlich für alle ausstellungspflichtigen Unternehmen verpflichtend.

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